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Mo und die ArierDie TV-Moderatorin und Schriftstellerin Mo Asumang schildert in ihrem Buch "Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis" ihre Erfahrungen mit Rassismus. Vom 18. bis 20 Juli liest sie daraus in mehreren Partnerschaften für Demokratie.

Mo Asumang, Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers, wagt ein spektakuläres und einzigartiges journalistisches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern - unter 3000 Neonazis auf dem Berliner Alexanderplatz, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen - und entlarvt sie dadurch.

"Manche würden, was ich erfahren habe, Rassismus nennen, manche sagen Fremdenfeindlichkeit, und das wird es immer geben, viele erkennen es wieder als eine Form des Mobbing. Doch egal, wie man dazu sagt, es wird verübt von Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus klein machen, die einem das Selbstbewusstsein rauben wollen oder sogar das Leben. Aber es gibt Gegenmittel. Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen."

Vortrag in Hof am Dienstag, 11. Juli 2017 - 18.00 Uhr im Jugendverbändehaus

 

Die Fantasyserien "Game of Thrones" fasziniert Millionen von Zuschauer*innen auf der ganzen Welt. Sie nehmen teil am Schicksal der Hauptfiguren im gnadenlosen Kampf um die Vorherrschaft: Dabei geht es um Macht - kein Anwärter auf die Herrschaftsposition hat eine Chance, wenn er oder sie sich über Funktionsweise und Natur der Macht Illusionen macht. Daher wird die Frage, was "Macht" eigentlich ist und wie man sie erfolgreich erlangt, immer wieder in der Serie thematisiert.

 Das ist auch Politikwissenschaftler*innen aufgefallen, die hier das mehrheitlich zu Furcht und Gewalt neigende"Paradigma des Realismus" am Werk sehen.

Der Münchner Philosoph Dr. Peter Seyferth erläutert, weshalb dieses Verständnis von Macht zu einseitig ist.

Das Hofer Bündnis für Zivilcourage „Hof ist bunt, nicht braun“ lädt am Samstag, 1. Juli 2017, zu einer Gedenkstättenfahrt nach Weimar und Buchenwald ein. 

Am Vormittag ist eine thematische Stadtführung zu den Spuren des Nationalsozialismus in Weimar geplant. Im Anschluss daran erfolgt der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald mit Führung. Die Fahrt findet am Samstag, den 1. Juli statt, beginnt um 08.00 Uhr und endet voraussichtlich gegen 17.30 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Freiheitshalle. Der Unkostenbeitrag beträgt 7,- Euro, darin enthalten sind Transfer, Stadtführung und Eintrittsgeld.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt und nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Anmeldung bei der Evangelischen Jugendbildungsarbeit unter 09281/86855 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" als ein Projekt der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Hof vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

im Kunsthaus Waldsassen am Freitag, 07. Juli 2017 - 17.00 Uhr

Der Landkreis Tirschenreuth ist seit 2015 eine Partnerschaft für Demokratie im Bundesprogramm "Demokratie leben!". In einer jährlichen Demokratiekonferenz sollen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammenkommen, um Herausforderungen und Bedarfslagen für ein friedliches, demokratisches und vielfältiges Zusammenleben im Landkreis zu bestimmen. Ein Ziel des Bundesprogramms ist es, die Entstehung von politischem Extremismus präventiv zu verhindern. Politisch oder religiös begründeter Hass, rassistische Gewalt und die Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen abgewendet werden.

Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, spricht am Mittwoch, 21. Juni 2017, in Münchberg. Das Thema seines Vortrags lautet "Heimat in flüchtigen Zeiten". Der Jurist, Journalist und Autor zahlreicher Bücher ist bekannt für seine scharfsinnigen Kommentare und Leitartikel zu gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Geschehnissen.

Prantl macht sich Gedanken über die "Kraft der Provinz" und über die Frage, was Globalisierung, Populismus, Flucht und Heimat miteinander zu tun haben. "Er bringt das Kunststück fertig, eher konservativ geprägte Begriffe wie Heimat und Provinz nicht fallen zu lassen, sie aber auch nicht zu überhöhen, sondern sie in seinem demokratischen und weltoffenen Weltbild zu beheimaten", schreibt das veranstaltende Evangelische Bildungswerk im Dekanat Münchberg.

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