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Online-Vortrag: Esther, Purim und Antisemitismus am Mittwoch, 3. März 2021

Mittwoch, 3. März 2021 um 20 Uhr – Vortrag zum jüdischen Purimfest und Antisemitismus
 
Veranstalter ist das Evangelische Bildungswerk Münchberg. Infos & den Link zur Zoom-Veranstaltung gibt es bei Hans-Jürgen Müller: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Was ist das Purimfest? ✡️
 
Am 26. Februar feiern Jüdinnen und Juden das Fest Purim und lesen das biblische Buch Esther. Die Jüdin Esther kommt an den persischen Königshof. Zunächst scheint das nicht wichtig. Dann wird Haman zum Obersten der Fürsten bestimmt, vor ihm sollten sich alle anderen Bediensteten des Königs verbeugen. Der Jude Mordechai tut das nicht. Haman plante von da an, alle Juden im Lande umzubringen. Mordechai erfährt von diesem Plan und erbittet nun die Hilfe von Esther. Ihr gelingt es, ihre jüdischen Geschwister vor diesem Anschlag zu retten, und Haman wird zur Verantwortung gezogen. An diese Geschichte erinnern sich Juden an Purim. Das Fest hat karnevalistische Züge angenommen, Kinder spielen die Geschichte von Esther und Mordechai nach.
 
Referentin ist Dr. Ursula Rudnick. Sie geht auf die Erzählung und das Fest ein, Schwerpunkt ist der in der Geschichte zu Tage tretende Antisemitismus des Haman. Sie zieht Linien in die Gegenwart und fragt danach, was dem entgegengesetzt werden kann.
 
Die Veranstaltung wird von der Partnerschaft für Demokratie m Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Herzliche Einladung!

 

Donnerstag, 25. Februar 2021

19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos – via ZOOM

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.einstein1.net/event/politische-polarisierung-in-digitalen-zeiten/

Der Autor Holger Marcks, der gemeinsam mit Maik Fielitz das Buch „Digitaler Faschismus“ (Dudenverlag, 2020) veröffentlichte, lädt zu einer spannenden Diskussion ein – nämlich über allgemeine Veröffentlichungs- und Qualitätsstandards in den sozialen Medien wie z.B. Facebook oder Twitter und Co... Das Presserecht und die journalistische Sorgfaltspflicht zeichnen den seriösen Journalismus aus, doch im digitalen Raum wird darüber hinweggesehen.  

Jeder und jede kann publizieren ohne Einschränkungen, ohne Redaktion – die Auswüchse kennen wir. Zu dieser „digitalen Konjunktur des Bullshit“ hat sich ein Anspruchsdenken auf Reichweite hinzugesellt. Wird ein Twitteraccount gelöscht, gilt das als eine Beschränkung der Meinungsfreiheit. Stimmt das? Und wie hängen überhaupt Rechtsextremismus, Verschwörungsbewegungen und Polarisierung mit den sozialen Medien zusammen? Und wie können Demokratien darauf antworten? Benötigen wir ein Presserecht für Soziale Medien, um nicht von postfaktischen Dynamiken – oder gar einer Dynamik des „digitalen Faschismus“ – überrollt zu werden?

Holger Marcks stellt seine Überlegungen dazu in einem Impulsvortrag vor.

Im Anschluss zeigt der Geschäftsführer des Einstein1 – Digitales Gründungszentrum ganz praktisch am Beispiel der Funktion „Seitentransparenz“ bei Facebook auf, wie durch zielgruppengenaue Werbeanzeigen Filterblasen entstehen können und wie man sich davor schützen kann.

Somit bietet die Veranstaltung neben praktischen Tipps auch kritische Denkanstöße, „denn manchmal [können] Einschränkungen nötig sein, um Freiheiten zu schützen. Das ist ein unangenehmes, ein kontroverses Problem, das keine einfachen Antworten kennt. Aber darüber müssen wir reden. Und streiten. In guter demokratischer Tradition.“ (Fielitz/Marcks, 2020:243)

Diese Veranstaltung wird von der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Hof im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.