© Bundesjugendring | flickr.com | CC BY-NC 2.0

4. Demokratiekonferenz in der Stadt Hof

Antisemitismus ist nicht gleich Antisemitismus. Die Anfeindung von jüdischen Menschen hat eine lange, erschreckende Tradition – mit Brüchen und Veränderungen. Bereits vor der Zeit des Nationalsozialismus (1933-45), in der mehr als sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet wurden, existierte eine ablehnende und feindliche Haltung gegenüber "den Juden".

Und auch heute noch ist Antisemitismus in vielen gesellschaftlichen Milieus präsent. Rund 100.000 Menschen jüdischen Glaubens leben in Deutschland. Die Wenigsten jedoch kennen einen Juden oder eine Jüdin persönlich. Daher steht die Begegnung zwischen nicht-jüdischen und jüdischen Menschen und deren Geschichten im Mittelpunkt der diesjährigen Demokratiekonferenz.

Eine besondere Ehre ist es, dass sowohl Nachfahren von Hofer Jüdinnen und Juden als auch ein Zeitzeuge und Holocaust-Überlebender an der Veranstaltung teilnehmen. Erfolgreiche Projekte aus Hof und Umgebung werden vorgestellt und dienen als Inspiration für eigene Ideen. Vor allem junge Menschen sollen befähigt werden, Antisemitismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu erkennen und sich dem in den Weg zu stellen.

Wann: Donnerstag, 08. November 2018

Uhrzeit: ab 17:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

Wo: im HAUS DER JUGEND (Sophienstraße 23 in 95028 Hof)

Herzliche Einladung an alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Am Samstag, 13. Oktober 2018 zeigen wir im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Hof und des Begleitprogramms der Anne-Frank-Ausstellung im Landkreis Hof "Die NSU-Monologe" der Bühne für Menschenrechte.Die NSU Monologe

Die NSU-Monologe der Bühne Für Menschenrechte sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend - roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus und Rassismus an Aktualität kaum zu überbieten.

Als der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) mordend durchs Land zog, erhielten die Angehörigen der Opfer keine Unterstützung, sondern wurden von Polizei und Medien drangsaliert. Davon erzählt das Stück "Die NSU-Monologe", das auf Interviews mit den Familien der Ermordeten basiert. Es erzählt auch von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU - von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozga. Von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarsches zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Das Stück beginnt um 19.30 Uhr. Im Anschluss findet ein Nachgespräch mit dem Journalisten Jonas Miller statt, der zum NSU-Komplex recherchiert.

Eintrittspreis: 7,- Euro // ermäßigt: 4,- Euro

(Ermäßigung für Schüler/-innen, Studierende, Freiwilligendienstleistende, Auszubildende sowie ALG II-Empfänger/-innen gegen Vorlage eines passenden Nachweises. Ferner gibt es ein Kartenkongtingent im Rahmen der Kulturloge Hof)

Die Aufführung wird als Projekt der "Partnerschaft für Demokratie" in der Stadt Hof vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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